Parenterale Ernährung - Nahrungsaufnahme mittels Infusionstherapie


Parenteral bedeutet wörtlich "Unter Umgehung des Darmes" (Griechischen: παρα (para) =neben, εντερον (Enteron) =Darm). Gemeint ist meist Verabreichung von Medikamenten unter Umgehung des Darmes, wo einige Medikamente bereits verdaut, metabolisiert oder gar nicht erst resorbiert werden. Parenteral kann sich aber auch auf den Verbreitungsweg einer Krankheit wie etwa Malaria beziehen.
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Nährstoffe gelangen über die Aufnahme von Nahrungsmitteln in unseren Verdauungstrakt, wo Enzyme die Nahrung in ihre Bausteine zerlegen. Tritt eine Mangelernährung z. B. aufgrund von krankheits- oder therapiebedingter Appetitlosigkeit auf, wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Es drohen Gewichtsverlust und Mangelzustände. Mit einer parenteralen Ernährung kann man vorbeugen oder behandeln helfen.

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Die parenterale Ernährung wird als Infusion über einen zentralvenösen Zugang, z. B. einen Port oder ZVK (Zentraler Venenkatheter), verabreicht. Der Patient erhält einen Infusionsbeutel pro Tag. Die Nahrung läuft dann ca. 12 bis 14 Stunden über eine kleine Infusionspumpe oder, wie eine "normale" Infusion, über ein Schwerkraftsystem mit Tropfenzähler zur Geschwindigkeitsregulierung. Diese langsame Flussrate ist wichtig, damit der Patient die parenterale Ernährung gut verträgt und die Nährstoffe optimal aufgenommen werden können.

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Wir empfehlen die Infusionsgabe über eine Pumpe, weil sie folgende Vorteile vereint:
· Die Infusionsgeschwindigkeit kann genau kontrolliert werden
· Die Infusion kann in einem speziellen Rucksack mitgeführt werden
· Die Infusion kann besser überwacht werden
· Die Pumpe gibt ein akustisches Signal, wenn der Infusionsbeutel leer ist

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Die Zusammensetzung der Infusionsbeutel erfolgt in Abstimmung mit dem verschreibenden Arzt und unserer Ernährungswissenschaftlerin. So ist gewährleistet, dass Sie eine optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Ernährungstherapie erhalten.

Der venöser Zugang (Port, ZVK usw.) muss unter strengen hygienischen Bedingungen gepflegt und genutzt werden. Zu diesem Zweck wird ein Pflegedienst eingeschaltet, der die Versorgung im Wohmumfeld des Patienten gewährleistet.



Wir unterstützen Pflegedienst mit Schulungen über:
· Die eingesetzte Infusionspumpe
· Pfegerelevante Themen wie z. B. die Pflege Ihres venösen Zugangs
· Standards zur Portversorgung
Info
Zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Patienten, wird die Ernährung von uns individuell zusammengestellt. Hierfür wird sich unsere Ernährungswissenschaftlerin mit Ihnen und der individuellen Ernährungssituation des Patienten auseinander setzen. Sie bestimmt dann die passende Ernährungszusammensetzung anhand der Ernährungsanamnese und der Laborwerte. Die fertige Zusammensetzung der Ernährungslösung wird dann vom verordnenden Arzt noch einmal durchgesehen und bestätigt. So gewährleisten wir maximale Sicherheit.



Informationen über die parentale Ernährung finden Sie auch in unserer Broschüre, die Sie gerne telefonisch bestellen können.


Broschüre, Parentale Ernährung